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Unser Grünlandprojekt in Waldorf „An der Insel“

PROJEKTBERICHT · 2023 – 2026
Drei Jahre insektenfreundliche Gestaltung – und ein neues Kapitel für Wildbienen und Stauden.
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Insektenfreundliches Saatgut & Totholzhaufen

Auf der Pachtfläche in Waldorf ‚An der Insel‘ wurde insektenfreundliches Saatgut eingebracht.

Gleichzeitig entstand ein Totholzhaufen als Lebensraum für Käfer, Igel und viele weitere Kleintiere.

2024 – 2025

WACHSTUM

Die Blühfläche entwickelt sich

Das Saatgut geht auf – artenreiche Kräuter und Wildblumen prägen die Fläche. Unterschiedliche Blütezeiten sorgen für ein durchgehendes Nahrungsangebot von Frühjahr bis Herbst.

2026

ERWEITERUNG

Sandarium & Staudenstruktur

In diesem Frühjahr konnte das Projekt nun um ein Sandarium erweitert werden. Es bietet solitären Wildbienen optimale Nistbedingungen. Rund 70 % aller heimischen Wildbienenarten sind Bodennister – sie graben ihre Brutzellen in die Erde. Sie brauchen dafür lockeren, vegetationsarmen, sandigen Boden, der sich in der Sonne gut erwärmt. Genau das fehlt in den meisten Gärten und Grünflächen heute fast völlig. Im Prinzip ist ein Sandarium ein erhöhtes oder ebenerdig angelegtes Beet, das mit magerem, reinem Sand befüllt wird – idealerweise 40–60 cm tief, damit die Bienen ihre Röhren vollständig anlegen können. Die Oberfläche bleibt weitgehend unbepflanzt, höchstens mit einzelnen Trockenpflanzen am Rand. Es wird von verschiedenen solitären Wildbienenarten wie die Sandbiene, die Wespenbiene oder die Blauschwarze Holzbiene genutzt. Jedes Weibchen gräbt seine eigenen Brutröhren, legt Pollen als Nahrung für die Larven hinein und verschließt die Zellen mit Lehm, der ebenfalls zur Verfügung steht. Blütenreiche Pflanzen in unmittelbarer Umgebung dienen als Nahrung. Die Blühfläche liefert Pollen und Nektar, der Totholzhaufen bietet weiteren Lebensraum, und die Stauden spenden etwas Schutz am Rand – zusammen entsteht ein kleines, vollständiges Ökosystem für Wildbienen.

Die gepflanzten Stauden Dekoration:

Sie schaffen naturnahe Übergänge zwischen den offenen Bereichen der Blühfläche, dem Totholzhaufen und dem Sandarium. Kleintiere finden Deckung, Insekten nutzen die unterschiedlichen Blütezeiten – von frühen Frühlingsblühern bis zu spät blühenden Arten im Herbst. Durch die gezielte Auswahl insektenfreundlicher Arten wird das Nahrungsangebot für Bestäuber erheblich verlängert. Die strukturierte Vielfalt macht die Fläche zu einem echten Trittsteinbiotop im Waldorf – ein kleines, aber wirksames Puzzlestück in der regionalen Biotopvernetzung
UNSER HERZLICHER DANK GILT

Gartenbaubetrieb Weber

Durch die großzügige Spende von Stauden hat der Gartenbaubetrieb Weber aus Sinzig einen wertvollen Beitrag zur ökologischen Aufwertung unserer Pachtfläche geleistet. Wir bedanken uns herzlich für dieses vorbildliche Engagement für die Natur in unserer Region.