
Insektenfreundliches Saatgut & Totholzhaufen
Auf der Pachtfläche in Waldorf ‚An der Insel‘ wurde insektenfreundliches Saatgut eingebracht.
Gleichzeitig entstand ein Totholzhaufen als Lebensraum für Käfer, Igel und viele weitere Kleintiere.

2024 – 2025
Die Blühfläche entwickelt sich
Das Saatgut geht auf – artenreiche Kräuter und Wildblumen prägen die Fläche. Unterschiedliche Blütezeiten sorgen für ein durchgehendes Nahrungsangebot von Frühjahr bis Herbst.

2026
Sandarium & Staudenstruktur
In diesem Frühjahr konnte das Projekt nun um ein Sandarium erweitert werden. Es bietet solitären Wildbienen optimale Nistbedingungen. Rund 70 % aller heimischen Wildbienenarten sind Bodennister – sie graben ihre Brutzellen in die Erde. Sie brauchen dafür lockeren, vegetationsarmen, sandigen Boden, der sich in der Sonne gut erwärmt. Genau das fehlt in den meisten Gärten und Grünflächen heute fast völlig. Im Prinzip ist ein Sandarium ein erhöhtes oder ebenerdig angelegtes Beet, das mit magerem, reinem Sand befüllt wird – idealerweise 40–60 cm tief, damit die Bienen ihre Röhren vollständig anlegen können. Die Oberfläche bleibt weitgehend unbepflanzt, höchstens mit einzelnen Trockenpflanzen am Rand. Es wird von verschiedenen solitären Wildbienenarten wie die Sandbiene, die Wespenbiene oder die Blauschwarze Holzbiene genutzt. Jedes Weibchen gräbt seine eigenen Brutröhren, legt Pollen als Nahrung für die Larven hinein und verschließt die Zellen mit Lehm, der ebenfalls zur Verfügung steht. Blütenreiche Pflanzen in unmittelbarer Umgebung dienen als Nahrung. Die Blühfläche liefert Pollen und Nektar, der Totholzhaufen bietet weiteren Lebensraum, und die Stauden spenden etwas Schutz am Rand – zusammen entsteht ein kleines, vollständiges Ökosystem für Wildbienen.