Waldorf: Bei strahlendem Spätherbstwetter trafen sich am Freitag, den 7. November, zahlreiche Mitglieder der Naturschutzgemeinschaft Vinxtbachtal auf der vereinseigenen Streuobstwiese „Op Loches“, um gemeinsam die letzten Pflegearbeiten des Jahres zu erledigen.
Ausgerüstet mit Spaten, Schaufeln, Spitzhacken, Arbeitshandschuhen und Rosenscheren wurde kräftig angepackt – getreu dem Motto: „Viele Hände, schnelles Ende!“
Alle Bäume auf der Wiese erhielten neue Sortenschilder, die die unterschiedlichen Apfelsorten kennzeichnen und per QR-Code Näheres über die Sorte in Erfahrung bringen lassen. Drei junge hochstämmige Apfelbäume wurden gepflanzt und Himbeerableger gesetzt. Außerdem befreiten die Helferinnen und Helfer die Bäume vom wuchernden Brombeergestrüpp.
Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Zur Stärkung zwischendurch gab es erfrischenden Streuobstwiesen-Apfelsaft, Kaffee und frisch gebackene Lagerfeuer-Waffeln, die besonders lecker über die ganze Wiese hinweg dufteten. Nach getaner Arbeit gab es herzhaften Döppekooche, der aus den selbst geernteten Kartoffeln hergestellt wurde. Dazu durfte dann ein Kompott von Äpfeln der Streuobstwiese natürlich nicht fehlen. So schmeckt Heimat!
Ein kleines Feuer sorgte für eine stimmungsvolle Atmosphäre, während der Nachmittag gemütlich ausklang.
Der gelungene Arbeitseinsatz zeigte einmal mehr, wie schnell sich mit vereinter Kraft die Arbeit erledigen lässt und wie viel Freude gemeinsames Engagement in der Natur bereiten kann.
Bei bestem Wetter lockte am Sonntag, den 28. September 2025, der 5. Vinxtbachtaler Obstsortentag rund 1000 Besucherinnen und Besucher nach Gönnersdorf.
Die Naturschutzgemeinschaft Vinxtbachtal e.V. organisierte eine beeindruckende Veranstaltung, bei der unsere Apfel- und Birnensorten der Gärten und Obstwiesen in ihrer ganzen Vielfalt im Mittelpunkt standen.
Die Vorsitzende der Naturschutzgemeinschaft Vinxtbachtal, Anke Haas, begrüßte die Gäste herzlich und dankte allen Helferinnen und Helfern, die das Fest durch ihre vielfältige und großzügige Unterstützung möglich gemacht haben. Sie hob hervor, dass die Region lebendig und stark sei, wenn Dörfer gemeinsam anpacken und miteinander feiern.
Der Pomologe Christoph Vanberg stellte in seinem Grußwort die Frage: „Brauchen wir überhaupt so viele Apfelsorten? Reichen nicht die 5-10 Sorten aus dem Supermarkt?“ Seine Argumente für selbst angebautes Obst und den Erhalt und Verzehr von regionalen und alten Obstsorten überzeugten: „Sie sind robust und lassen sich ohne den Einsatz von Chemie und anderen Präparaten anbauen. Äpfel, die den Gesetzen des Marktes unterliegen, werden im Laufe einer Saison mindestens 30-mal gespritzt. Zudem haben die alten Sorten ein deutlich geringeres Allergiepotenzial. Sie eignen sich nicht nur als Tafelobst, sondern sie sind prädestiniert für die Herstellung von Saft, Wein, Brand, Kompott, Trockenobst und Obstkuchen.“
Besondere Wertschätzung erhielt die Veranstaltung durch die Anwesenheit von Verbandsbürgermeister Marcel Caspers und sämtlicher Ortsbürgermeister des Vinxtbachtals. Caspers zeigte sich sehr erfreut über das langjährige ehrenamtliche Engagement der Naturschutzgemeinschaft. Wie viele andere war auch er überrascht, dass unsere Region über eine so große und erhaltenswerte Vielfalt an Apfel- und Birnensorten verfügt. Stellvertretend für die Ortsbürgermeister der Region lobte Werner Nachtsheim aus Waldorf die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Ortsgemeinde und Naturschutzgemeinschaft, die für beide Seiten Früchte trägt.
Im Dorfgemeinschaftshaus in Gönnersdorf bekamen die Besucherinnen und Besucher einen Eindruck von der ganzen fruchtigen Vielfalt: Als Kernstück des Festes wurden 150 Obstsorten in einer imposanten Riege auf langen Tischen präsentiert. Anzutreffen waren unter anderem Rheinlands Ruhm, das Rheinische Seidenhemdchen, Prinzessin Marianne und die Gräfin von Paris; alle ansprechend in Körbchen platziert mit einem „Steckbrief“.
Den ganzen Tag über …
nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, ihre eigenen Äpfel und Birnen zur Sortenbestimmung vorzulegen. Oft konnte so nach langen Jahren endlich der Sortenname des noch vom Großvater gepflanzten Baums geklärt werden. Die Gäste konnten auch Äpfel probieren: Beim Verkauf von Streuobst aus der Umgebung wurden Apfelsorten wie die Winter-Goldparmäne und die Goldrenette von Blenheim angeboten und zum Kosten aufgeschnitten. Vor der Halle wurden unermüdlich Streuobstäpfel gepresst. Der frische Saft wurde gerne sofort getrunken oder auch in Flaschen mitgenommen.
Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt: Neben einer herzhaften Suppe gab es eine reichhaltige Kuchenauswahl mit zahlreichen Variationen rund um den Apfel.
Ergänzt wurde das Programm durch die Pflanzung eines Apfelbaums und eine Demonstration zum richtigen Obstbaumschnitt. Junge Apfelbäume wurden zum Kauf für den heimischen Garten oder die Obstwiese angeboten. Die Infostände des NABU-Ahrweiler und des Sensenlehrers Ulrich Jablonowski, ein Imkerstand von Otmar Dahm, ein Tomatenstand von Tahsin Es mit zahlreichen Tomaten- und Peperonisamen sowie ein Stand des Naturkostladens Gänseblümchen rundeten das Angebot ab.
Am 28. September 2025 laden wir Sie herzlich ein, gemeinsam mit uns die faszinierende Vielfalt alter und neuer Obstsorten zu entdecken. Auf unserem Gelände in 53498 Gönnersdorf (im und beim Dorfgemeinschaftschaftshaus, Kreisstraße) dreht sich an diesem besonderen Tag alles um Apfel, Birne & Co. – mit viel Genuss, Information und Austausch.
Was Sie erwartet:
Sortenbestimmung mit verschiedenen Obstsorten – von bewährt bis fast vergessen
Verkostung: Probieren Sie die feinen Unterschiede zwischen süß, sauer, saftig und aromatisch
Verkauf von Streuobst (als Tafelobst) und Obstbäumen sowie frischer Streuobstsaft,
Sortenbestimmung: Bringen Sie Ihre eigenen Äpfel oder Birnen mit – unsere Experten helfen beim Bestimmen
Führungen & Vorträge rund um Obstbau, Pflege und Sortenerhaltung und Schnittkurs & Baumpflanzung
Regionale Spezialitäten und hausgemachte Köstlichkeiten mit und aus Obst sowohl als uch Kaffee, Kuchen und Mittagsspeisen.
Ob Sie Gärtner, Streuobstfreund oder einfach nur neugierig sind … Unser Obstsortentag bietet für alle Altersgruppen Spannendes, Lehrreiches und Kulinarisches.
hat auch in diesem Jahr wieder einen Sensenkurs angeboten. Die Veranstaltung fand auf der eigenen Obstwiese des Vereins statt – mitten in schöner Natur!
Alles, was man zum Sensen braucht – also Sensen, Dengelambosse, Hämmer, Übungsmaterialien und einiges mehr – wurde vom Kursleiter bereitgestellt. Wer zu Hause eine eigene Sense hatte, konnte sie gerne mitbringen, damit sie durchgecheckt wurde.
Manche Teilnehmer waren anfangs ein wenig skeptisch, denn aus eigener Erfahrung wussten sie: Sensen ist gar nicht so einfach. Im Kurs machten sie dann aber die überraschende Erfahrung, dass mit einer guten Sense und der richtigen Wartung alles viel leichter von der Hand geht, als man denkt!
Der Kurs war als Tageskurs angelegt und richtete sich an eine kleine Gruppe von 3 bis 6 Teilnehmenden. So blieb genug Zeit für individuelle Fragen und praktische Übungen.
Der nächste Sensenkurs wird am Samstag, 20.09.2025 angeboten. Diesmal ist der NABU Ahrweiler e.V. der Veranstalter. Mehr Infos gibt’s auf nabu-aw.de
Entdecke die Kunst des Sensenmähens – traditionell, leise und nachhaltig
Das Mähen mit der Sense ist weit mehr als nur eine alte Technik – es ist eine naturnahe, stille und kraftvolle Alternative zur maschinellen Wiesenpflege. In unserem Sensenkurs lernst du Schritt für Schritt, wie du mit der Sense effizient und körperfreundlich mähst. Ganz ohne Lärm, ohne Abgase – dafür mit Achtsamkeit und Respekt gegenüber Natur und Landschaft.
Was hat dich im Kurs erwartet:
Einführung in Geschichte & Philosophie des Sensenmähens
Auswahl und richtige Einstellung der Sense (Sensenbaum & Sensenblatt)
Praktisches Mähen auf der Wiese – Technik & Körperhaltung
Dengeln und Pflegen der Sense (Schärfen mit Wetzstein & Dengeltechnik)
Tipps für den Alltag: Wann mähen? Welche Gräser? Wie bleibt die Wiese artenreich?
Für wen ist der Kurs geeignet? Egal ob du Anfänger bist, ein Stück Wiese zu pflegen hast, im Garten auf Maschinen verzichten willst oder dich einfach für traditionelles Handwerk interessierst – unser Kurs ist offen für alle Altersgruppen und Erfahrungsstufen.
Warum mit der Sense mähen?
Nachhaltig & umweltfreundlich Förderung der Biodiversität durch schonende Mahd Körperliche Bewegung in der Natur Ruhe & Achtsamkeit statt Lärm und Stress Unabhängigkeit von Strom und Technik
Manchmal sind es die einfachsten Dinge, die am meisten Glück bringen – wie unser wunderschönes Picknick am 27.04.25 in Waldorf.
Umgeben von Freunden, leckerem Essen und warmen Sonnenstrahlen haben wir gemeinsam eine Auszeit vom Alltag genossen.
Jeder brachte eine Kleinigkeit mit, und so entstand ein buntes Buffet voller Lieblingsspeisen: frische Salate, süße Muffins, knackiges Obst und selbstgemachter Kuchen sowie Brötchen von Ulla. Es wurde geredet, gelacht – und zwischendurch einfach nur in den Himmel geschaut.
Dieses Picknick hat uns wieder gezeigt, wie kostbar gemeinsame Momente sind. Danke an alle, die dabei waren und diesen Tag so besonders gemacht haben.
Fazit:
Auf viele weitere sonnige Erinnerungen und ein Hoch auf das Leben!
Kräuterwanderung – Entdeckungsreise durch die Natur
Bei einer Kräuterwanderung tauchst du in die faszinierende Welt der heimischen Wildkräuter ein. Gemeinsam mit der erfahrenen Kräuterexpertin Gerlinde erkundest du Wiesen, Waldränder und Wege und lernst, essbare und heilkräftige Pflanzen sicher zu erkennen. Du erfährst Interessantes über ihre Wirkung, Anwendung in der Küche oder Hausapotheke und bekommst Tipps zum achtsamen Sammeln. Eine solche Wanderung verbindet Bewegung an der frischen Luft mit altem Wissen und einem neuen Blick auf die Natur direkt vor der Haustür.
Von den 25 in Deutschland vorkommenden Fledermausarten
Waren seit den 1960er Jahren die Fledermausbestände in Deutschland drastisch eingebrochen, konnten sie sich mittlerweile infolge des strengen Schutzes durch die europäische FFH-Richtlinie und das Bundesnaturschutzgesetz etwas erholen.
Dem Schutz ihrer Sommer- und Winterquartiere fällt eine besondere Bedeutung zu. Unbedachte Sanierungsarbeiten an Gebäuden oder Brücken, Versiegeln von Hohlräumen und das Abholzen höhlentragender Bäume sind wichtige Gründe für den Verlust von Rückzugsräumen. Ein gewisser Ausgleich kann durch das Aufhängen von Fledermauskästen geschaffen werden, obwohl diese natürlich keinen vollwertigen Ersatz für etwa den Verlust eines alten Baumes mit Höhlen und Rindenspalten bieten können.
dieser faszinierenden Jäger der Nacht beitragen
Jede Kommune kann und sollte zum Schutz
So hat die Ortsgemeinde Waldorf der Naturschutzgemeinschaft Vinxtbachtal e.V. sieben Fledermauskästen zur Verfügung gestellt, welche innerhalb des Dorfes und im näheren Umfeld aufgehängt wurden. Es handelt sich hierbei um Flachkästen, die auf die Bedürfnisse von spaltenbewohnenden Fledermausarten ausgerichtet sind. Nun bleibt zu hoffen, dass die kleinen Luftakrobaten die Kästen recht bald entdecken und auch als neue Wohnstätten annehmen.
Ortsbürgermeister Werner Nachtsheim und die Vorsitzende der Naturschutzgemneinschaft Vinxtbachtal Anke Haas sind sich darin einig, dass die Kommunen eine zentrale Rolle bei der Förderung der biologischen Vielfalt spielen. Artenreichtum trägt immer zur Lebensqualität der Menschen bei und ermöglicht wertvolle Naturerfahrungen im unmittelbaren Wohnumfeld.