Die Naturschutzgemeinschaft Vinxtbachtal e.V. lädt am Sonntag, 26. April zu einem besonderen Naturerlebnis ein:
einem Obstblütenpicknick unter Apfelbäumen, das von 11 Uhr bis 17 Uhr auf der Vereinswiese „Op Loches“ am Ende der Schulstraße in Waldorf stattfindet. Im Mittelpunkt steht das Genießen mit allen Sinnen. Während die Apfelbäume in voller Blüte stehen und die Wiese in vielen Farben der Frühjahrsblüher erstrahlt, können Besucherinnen und Besucher in entspannter Atmosphäre picknicken, die Natur entdecken und den Frühling in seiner schönsten Form erleben. Die Vereinswiese bietet dafür den idealen Rahmen: weitläufig, naturnah und umgeben von der charakteristischen Kulturlandschaft des Vinxtbachtals. Genieße regionale Leckereien, süße Blütendüfte und eine einzigartige Atmosphäre. Gäste können ihren eigenen Picknickkorb mitbringen.
Die Veranstaltung bietet eine Gelegenheit, die Schönheit der traditionellen Obstwiesen zu erleben und geleichzeitig mehr über ihre Bedeutung für die Artenvielfalt zu erleben. Das Obstblütenpicknick verbindet Naturgenuss, Gemeinschaft und Umweltbewusstsein – ein Frühlingsereignis, das Waldorf jedes Jahr aufs Neue bereichert
„In den letzten Wochen hat sich auf unserer Vereinswiese ‚Op Loches‘ wieder einiges getan – mit viel Einsatz und Freude wurden mehrere Vorhaben verwirklicht.
District Op Loches
Am Samstag, den 28. Februar, trafen sich Petra, Michael, Karin und Anke auf „Op Loches“, um Weidenruten zu stecken. In gemeinsamer Arbeit entstand nahe dem Kartoffelfeld ein lebendiger Weidentunnel, der künftig als naturnaher Spiel- und Erlebnisraum für Kinder dienen wird.
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Waldorf:
Anfang März setzten Otmar und Anke auf der Streuobstwiese einen Pflaumen- sowie einen Walnussbaum – eine großzügige Spende von Otmar, die die Artenvielfalt weiter bereichert.
Außerdem wurde der neue Weidentunnel durch ein kleines Weidentipi ergänzt, das den Bereich abrundet und Kinder noch mehr zum Entdecken, Spielen und Verweilen einlädt.
So ist ein weiterer Ort entstanden, der Natur, Gemeinschaft und spielerisches Entdecken miteinander verbindet.
Vertraute Landschaften werden oft als selbstverständlich wahrgenommen – ihre Besonderheiten bleiben im Alltag leicht unbeachtet. Ein solches Beispiel ist der Bausenberg zwischen Niederzissen und Waldorf: ein Gebiet der Vulkaneifel, dessen außergewöhnliche Bedeutung vielen bislang kaum bewusst war.
Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz hat nun auf Antrag der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft und des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz den weitgehend unversehrt erhaltenen Schlackenvulkan Bausenberg mit seinem gesamten Lavastrom als Denkmalzone unter Schutz gestellt.
Der vor rund 150.000 Jahren entstandene Bausenberg ist der einzige zugängliche Hufeisenvulkan Europas nördlich der Alpen. Zusammen mit seinem Lavastrom stellt er eine in Mitteleuropa einzigartige geologische Formation dar. Besonders hervorzuheben ist die sogenannte Reliefumkehr: durch die Erosion unterschiedlich widerstandsfähiger Gesteine im Bereich des Lavastroms ist aus einem ursprünglichen Tal eine morphologische Erhebung geworden. Dies ist hier so deutlich ausgeprägt wie sonst nirgendwo in der Eifel. Zudem stellt das angrenzende Blockfeld aus der letzten Eiszeit ein wertvolles klimageschichtliches Zeugnis dar.
Seit mehr als 5 Jahrzehnten ist der Bausenberg mit dem Lavastrom ein zentraler Ort geowissenschaftlicher Lehre und Forschung. Studierende führen hier Geländekurse und oberflächennahe geophysikalische Untersuchungen durch. Die geologischen Gegebenheiten des Lavastroms ermöglichen die störungsfreie Anwendung aller wichtigen geophysikalischen Feldmethoden. Vergleichbare Objekte mit einem derart hohen lernpädagogischen Wert sind in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen nicht vorhanden – ein Idealfall für die Ausbildung in den Geowissenschaften.
Es handelt sich beim Bausenberg und seinem Lavastrom um ein Zeugnis der Entwicklungsgeschichte der Erde, an dessen Erhaltung und wissenschaftlicher Erforschung ein öffentliches Interesse besteht. Dies wird durch Stellungnahmen zahlreicher geowissenschaftlicher Institutionen – darunter das GFZ Helmholtz-Zentrum, der Dachverband Geowissenschaften, die Deutsche Geologische Gesellschaft, die Deutsche Mineralogische Gesellschaft sowie mehrere universitäre Institute und Fakultäten – in eindeutiger Weise bestätigt.
Der Bausenbergkomplex ist kein beliebiges Stück Land. Er stellt ein unersetzliches Natur- und Kulturerbe dar, das durch eine gewerbliche Nutzung zwangsläufig unwiederbringlich zerstört würde. Eine Überbauung des Lavastroms mit einem Gewerbegebiet wäre daher mit dem Schutzgedanken nicht vereinbar.
Neben seiner wissenschaftlichen Bedeutung bietet der Bausenberg auch Möglichkeiten der naturnahen Erholung. Das Gebiet ist über bestehende Wege erschlossen und Wandernde und naturkundlich Interessierte können hier einen Einblick in das „lebendige Buch der Erdgeschichte“ erhalten. Mit der Ausweisung als Denkmalzone wird dieser außergewöhnliche geomorphologische Zeuge dauerhaft gesichert und für kommende Generationen bewahrt.
Waldorf: Bei strahlendem Spätherbstwetter trafen sich am Freitag, den 7. November, zahlreiche Mitglieder der Naturschutzgemeinschaft Vinxtbachtal auf der vereinseigenen Streuobstwiese „Op Loches“, um gemeinsam die letzten Pflegearbeiten des Jahres zu erledigen.
Ausgerüstet mit Spaten, Schaufeln, Spitzhacken, Arbeitshandschuhen und Rosenscheren wurde kräftig angepackt – getreu dem Motto: „Viele Hände, schnelles Ende!“
Alle Bäume auf der Wiese erhielten neue Sortenschilder, die die unterschiedlichen Apfelsorten kennzeichnen und per QR-Code Näheres über die Sorte in Erfahrung bringen lassen. Drei junge hochstämmige Apfelbäume wurden gepflanzt und Himbeerableger gesetzt. Außerdem befreiten die Helferinnen und Helfer die Bäume vom wuchernden Brombeergestrüpp.
Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Zur Stärkung zwischendurch gab es erfrischenden Streuobstwiesen-Apfelsaft, Kaffee und frisch gebackene Lagerfeuer-Waffeln, die besonders lecker über die ganze Wiese hinweg dufteten. Nach getaner Arbeit gab es herzhaften Döppekooche, der aus den selbst geernteten Kartoffeln hergestellt wurde. Dazu durfte dann ein Kompott von Äpfeln der Streuobstwiese natürlich nicht fehlen. So schmeckt Heimat!
Ein kleines Feuer sorgte für eine stimmungsvolle Atmosphäre, während der Nachmittag gemütlich ausklang.
Der gelungene Arbeitseinsatz zeigte einmal mehr, wie schnell sich mit vereinter Kraft die Arbeit erledigen lässt und wie viel Freude gemeinsames Engagement in der Natur bereiten kann.
Bei bestem Wetter lockte am Sonntag, den 28. September 2025, der 5. Vinxtbachtaler Obstsortentag rund 1000 Besucherinnen und Besucher nach Gönnersdorf.
Die Naturschutzgemeinschaft Vinxtbachtal e.V. organisierte eine beeindruckende Veranstaltung, bei der unsere Apfel- und Birnensorten der Gärten und Obstwiesen in ihrer ganzen Vielfalt im Mittelpunkt standen.
Die Vorsitzende der Naturschutzgemeinschaft Vinxtbachtal, Anke Haas, begrüßte die Gäste herzlich und dankte allen Helferinnen und Helfern, die das Fest durch ihre vielfältige und großzügige Unterstützung möglich gemacht haben. Sie hob hervor, dass die Region lebendig und stark sei, wenn Dörfer gemeinsam anpacken und miteinander feiern.
Der Pomologe Christoph Vanberg stellte in seinem Grußwort die Frage: „Brauchen wir überhaupt so viele Apfelsorten? Reichen nicht die 5-10 Sorten aus dem Supermarkt?“ Seine Argumente für selbst angebautes Obst und den Erhalt und Verzehr von regionalen und alten Obstsorten überzeugten: „Sie sind robust und lassen sich ohne den Einsatz von Chemie und anderen Präparaten anbauen. Äpfel, die den Gesetzen des Marktes unterliegen, werden im Laufe einer Saison mindestens 30-mal gespritzt. Zudem haben die alten Sorten ein deutlich geringeres Allergiepotenzial. Sie eignen sich nicht nur als Tafelobst, sondern sie sind prädestiniert für die Herstellung von Saft, Wein, Brand, Kompott, Trockenobst und Obstkuchen.“
Besondere Wertschätzung erhielt die Veranstaltung durch die Anwesenheit von Verbandsbürgermeister Marcel Caspers und sämtlicher Ortsbürgermeister des Vinxtbachtals. Caspers zeigte sich sehr erfreut über das langjährige ehrenamtliche Engagement der Naturschutzgemeinschaft. Wie viele andere war auch er überrascht, dass unsere Region über eine so große und erhaltenswerte Vielfalt an Apfel- und Birnensorten verfügt. Stellvertretend für die Ortsbürgermeister der Region lobte Werner Nachtsheim aus Waldorf die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Ortsgemeinde und Naturschutzgemeinschaft, die für beide Seiten Früchte trägt.
Im Dorfgemeinschaftshaus in Gönnersdorf bekamen die Besucherinnen und Besucher einen Eindruck von der ganzen fruchtigen Vielfalt: Als Kernstück des Festes wurden 150 Obstsorten in einer imposanten Riege auf langen Tischen präsentiert. Anzutreffen waren unter anderem Rheinlands Ruhm, das Rheinische Seidenhemdchen, Prinzessin Marianne und die Gräfin von Paris; alle ansprechend in Körbchen platziert mit einem „Steckbrief“.
Den ganzen Tag über …
nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, ihre eigenen Äpfel und Birnen zur Sortenbestimmung vorzulegen. Oft konnte so nach langen Jahren endlich der Sortenname des noch vom Großvater gepflanzten Baums geklärt werden. Die Gäste konnten auch Äpfel probieren: Beim Verkauf von Streuobst aus der Umgebung wurden Apfelsorten wie die Winter-Goldparmäne und die Goldrenette von Blenheim angeboten und zum Kosten aufgeschnitten. Vor der Halle wurden unermüdlich Streuobstäpfel gepresst. Der frische Saft wurde gerne sofort getrunken oder auch in Flaschen mitgenommen.
Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt: Neben einer herzhaften Suppe gab es eine reichhaltige Kuchenauswahl mit zahlreichen Variationen rund um den Apfel.
Ergänzt wurde das Programm durch die Pflanzung eines Apfelbaums und eine Demonstration zum richtigen Obstbaumschnitt. Junge Apfelbäume wurden zum Kauf für den heimischen Garten oder die Obstwiese angeboten. Die Infostände des NABU-Ahrweiler und des Sensenlehrers Ulrich Jablonowski, ein Imkerstand von Otmar Dahm, ein Tomatenstand von Tahsin Es mit zahlreichen Tomaten- und Peperonisamen sowie ein Stand des Naturkostladens Gänseblümchen rundeten das Angebot ab.
Am 28. September 2025 laden wir Sie herzlich ein, gemeinsam mit uns die faszinierende Vielfalt alter und neuer Obstsorten zu entdecken. Auf unserem Gelände in 53498 Gönnersdorf (im und beim Dorfgemeinschaftschaftshaus, Kreisstraße) dreht sich an diesem besonderen Tag alles um Apfel, Birne & Co. – mit viel Genuss, Information und Austausch.
Was Sie erwartet:
Sortenbestimmung mit verschiedenen Obstsorten – von bewährt bis fast vergessen
Verkostung: Probieren Sie die feinen Unterschiede zwischen süß, sauer, saftig und aromatisch
Verkauf von Streuobst (als Tafelobst) und Obstbäumen sowie frischer Streuobstsaft,
Sortenbestimmung: Bringen Sie Ihre eigenen Äpfel oder Birnen mit – unsere Experten helfen beim Bestimmen
Führungen & Vorträge rund um Obstbau, Pflege und Sortenerhaltung und Schnittkurs & Baumpflanzung
Regionale Spezialitäten und hausgemachte Köstlichkeiten mit und aus Obst sowohl als uch Kaffee, Kuchen und Mittagsspeisen.
Ob Sie Gärtner, Streuobstfreund oder einfach nur neugierig sind … Unser Obstsortentag bietet für alle Altersgruppen Spannendes, Lehrreiches und Kulinarisches.
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